Allgemeine Informationen zur Makuladegeneration (AMD)

Was ist die Makula?
Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Die Makula (lateinisch: Macula lutea oder auch „gelber Fleck“ genannt) ist der zentrale hintere Teil der Netzhaut (ein Gewebefilm, der die hintere Innenseite des Auges auskleidet und von essentieller Bedeutung für das Sehvermögen ist) und nur wenige Quadratmillimeter groß ist [siehe Abbildung 1+2].
Die Makula ist der empfindlichste Teil der Netzhaut und ermöglicht eine zentrale hochauflösende Sehschärfe. Daneben ist sie auch für das Farbensehen verantwortlich. Die Makula ermöglicht uns, Handlungen zu vollbringen, für die eine zentrale hochauflösende Sehschärfe erforderlich ist, wie z.B. Lesen, Fernsehen schauen, Gesichter erkennen und Auto fahren.

Erfahren Sie mehr über das Makulapigment, die AMD und die besondere Rolle des meso-Zeaxanthins! Besuchen Sie die Experten-Webseites: meso-zeaxanthin.org (Deutsch+Englisch) und
macularcarotenoids.org/
(Informationen in Englisch zur Macular Carotenoids Conference).

Was ist AMD?
Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Krankheit, bei der die Makula schwer geschädigt und am Ende zerstört wird. Sie führt zum Verlust des zentralen Sehvermögens. Genauer gesagt, wird die Beeinträchtigung des Sehvermögens bei AMD durch eine choroidale Neovaskularisierung (abnorme Blutgefäße, die in der Netzhaut wuchern und Strukturen zerstören [siehe Abbildung 3] und/oder durch eine Atrophie (d.h. Auflösung der Netzhaut und Choroidea [siehe Abbildung 4b]) verursacht.

Tipps zum Umgang mit AMD-Risikofaktoren
Die AMD mit Sehbehinderung ist die häufigste Ursache für altersbedingte Erblindung in der westlichen Welt, die Krankheitshäufigkeit nimmt jedoch weltweit zu. Neueste Zahlen zeigen, dass AMD in den Industrieländern die Ursache für 50% der gemeldeten Erblindungen ist. Wie der Name schon sagt, steigt das Auftreten von Sehbehinderungen durch AMD mit zunehmendem Alter. Da wir eine höhere Lebenserwartung als je zuvor haben, wird die Häufigkeit dieser Erkrankung weiter zunehmen (Abb. 5).

Was geschieht, wenn man an einer AMD erkrankt?
Die Endstadien der AMD sind besonders frustrierend, da diese (wenn unbehandelt oder nicht behandelbar) zum Verlust der zentralen Sehschärfe führen. Eine Person, die an dieser späten Form einer AMD leidet, kann alles sehen nur nicht das, was die Person gerade bewusst betrachten will und ins Zentrum ihres Blickes rücken möchte. Darum kann man auch nicht mehr lesen, fernsehen, keine Gesichter erkennen und auch nicht Auto fahren (siehe Abbildung auf der linken Seite oben). Die AMD mit Sehbehinderung geht mit einer dramatischen Reduzierung der Unabhängigkeit und Lebensqualität des Erkrankten einher.

Wodurch wird die AMD verursacht?
Die genaue Ursache für AMD ist bislang noch nicht sicher abgeklärt. Bekannt ist aber, dass Schädigungen durch freie Radikale im Inneren des Auges eine Rolle spielen. Freie Radikale sind instabile Moleküle, die bei der Verstoffwechselung von Sauerstoff im Organismus entstehen. Da wir Sauerstoff benötigen und ununterbrochen dem energiereichen Licht ausgesetzt sind, können Schädigungen durch freie Radikale nicht vermieden werden. Es gibt eine Vielzahl von Risikofaktoren für diese komplexe Krankheit, von denen außer dem Altersfaktor besonders das Rauchen, die genetische Belastung und eine falsche Ernährung eine wesentliche Rolle bei der Entstehung spielen.

Was sind die Symptome für eine AMD?
Das Hauptsymptom einer AMD mit Sehbehinderung ist ein trübes und unscharfes Zentralsehen, welches die visuellen Fähigkeiten beeinträchtigt, die für komplexe Aufgaben benötigt werden. Aufgrund der Erkrankung können Objekte verzerrt und kleiner erscheinen als sie wirklich sind. Es wird z.B. schwierig, Gesichter zu erkennen. Beim Fortschreiten der Erkrankung geht das Zentralsehen vollkommen verloren. Jedoch bleibt ein Peripheriesehen (zur Orientierung noch ausreichend) erhalten.

 

Testen Sie Ihr Sehvermögen auf Anzeichen von AMD
Bitte testen Sie sich selbst mithilfe des Amsler- Gitter-Test! ->

Sollte der Test ohne abweichende Beobachtungen ablaufen, besagt das aber nicht sehr viel. Denn der Test zeigt Veränderungen durch die AMD erst zu einem verhältnismäßig fortgeschrittenen Zeitpunkt an. Zu empfehlen ist spätestens ab dem 45 Lebensjahr alle zwei Jahre den Augenarzt aufzusuchen.

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